Senioren und Haustiere

Wieso sind tierische Freunde im Alter so wichtig?

Wer ein Haustier hat, der weiss, wie sehr einem das geliebte Tier ans Herz wächst. Unsere Haustiere gehören zur Familie und verdienen ebenso Zuwendung und Beachtung. Senioren, die sich um ein Haustier kümmern, sind aktiver, leiden weniger oft an Depressionen, schlafen besser und haben meist einen niedrigeren Blutdruck als Altersgenossen ohne Tier. Ausserdem haben Tierfreunde häufig mehr soziale Kontakte, welche wichtig sind für das Seelenwohl. Sich um jemanden zu kümmern macht glücklich, das ist wissenschaftlich erwiesen. Gerade für Senioren, die manchmal sehr einsam sind, sind Haustiere wichtig.

Aber was tun, wenn mit zunehmendem Alter allmählich das Ausmisten des Käfigs, Katzenkistli oder der Voliere nicht mehr gut geht? Wenn man nur noch einen Teil davon schafft oder nach einem Unfall plötzlich kurzzeitig gar nicht mehr ausmisten kann? Wenn man nach einem Sturz einen mehrtägigen Spitalaufenthalt überstehen muss? Das geliebte Tier ins Tierheim geben?

Bevor Sie sich dazu entschliessen, Ihr Haustier in einem Tierheim oder anderweitig abzugeben, kontaktieren Sie uns. Wir tun unser Möglichstes, um Ihnen zur Hand zu gehen! 

Meine Erfahrungen

Als ausgebildete Pflegekraft in der Langzeitpflege kenne ich genügend traurige Schicksale und ungerechte Begebenheiten. Das fängt damit an, dass vielerorts Haustiere wie Katzen und Hunde nicht zugelassen werden bei den Bewohnern im Zimmer.

Ein Praktikum durfte ich damals in einem herzigen, kleinen Altersheim machen. Viele haben ihre Katze mitgebracht, zwei Hunde waren auch da und es war herrlich für die Bewohner, dass sie ihre Tiere bei sich haben durften. Auch wir vom Pflegepersonal hatten unsere Freude an den Tieren und wir alle waren uns sicher: genau WEGEN der Tiere wurden die Leute bei uns so alt!

Ich habe leider auch anderes mitbekommen, als ich bei einer privaten Pflegeorganisation angestellt war. Mit eigenen Augen habe ich gesehen, was es mit Menschen macht, wenn man ihnen die Tiere wegnimmt. Die Angehörigen sehen sich überfordert oder haben einfach keine Lust, der Katze ihres Vaters die Toilette zu reinigen. Also muss das Tier weg, man hat schon mit dem Menschen genug zu tun. Entschuldigung für diese Ausdrucksweise, aber nur weil Sie nett sind, sind es noch lange nicht alle Leute.
Ich habe erlebt, wie Menschen sich aufgeben, wenn die Nachkommen befehlen: “Der Dackel muss weg. Ich habe keine Zeit, mich auch noch um das Viech zu kümmern”. Hier kommt natürlich zum Schmerz über den Verlust des Tieres noch die bittere Enttäuschung über derartige Aussagen. 

Bild von devans1202 auf Pixabay

Zwei Seiten der Medaille

Uns – meiner Mutter und mir – ist absolut klar, dass es bei diesem Thema zwei Seiten zu betrachten gibt. Wir haben unsere Senioren, die an ihrem Tier hängen. Es ist nicht einfach, im Alter immer unselbständiger zu werden und gar noch pflegebedürftig. Wir verstehen aber auch, dass es für die Angehörigen nicht immer einfach ist. Heute sind meistens auch die Töchter arbeitstätig. Etwas länger her war es normal, dass diese den Ätti oder das Müetti unterstützt haben. Es ist auch schon lange nicht mehr selbstverständlich, im selben Dorf zu wohnen wie die betagten Eltern. Die Leute sind oft gestresst und da kann es vorkommen, dass böse Worte fallen. Wenn wir uns hier einbringen dürfen, um solche Situationen zu entschärfen, machen wir das sehr gerne.

Ich habe die Ausbildung zur professionellen Pflegekraft gewählt, weil mir die älteren Menschen am Herzen liegen. Mir ist wichtig, dass diese mit Fachwissen und Empathie betreut werden und ich setze alles daran, dass meine Schützlinge eine fachkundige und herzliche Betreuung erhalten.

Wir helfen gerne!

Wir vom Haustiersitter-Team möchten so vielen Menschen wie möglich helfen, dass sie ihre Haustiere so lang wie möglich zu Hause haben können. Sie können auf unsere Unterstützung bauen, dazu müssen Sie sich nicht erst ein Bein brechen oder in den Urlaub fahren. Wenn Sie oder Ihre Eltern eine helfende Hand im Alltag mit ihrem Liebling gebrauchen könnten, zögern Sie nicht und kontaktieren Sie uns. Wir freuen uns auf Sie!

Janine